Die Welt der Chemie

Alchimisten landeten im Mittelalter auf dem Scheiterhaufen, weil sie chemische Reaktionen unter Zuführung von Hitze auslösten. In den späteren Jahren wurden immer mehr chemische Prozesse erforscht und durch chemische Verbindungen neue Materialien erschaffen. Heute wird sich die Naturwissenschaft zu Nutze gemacht, um durch chemische Prozesse Substanzen und Werkstoffe herstellen zu können.

Die Geschichte der Chemie

In der Zeit des Mittelalters machten sich Hexer, Magier und Alchimisten immer wieder daran, edle Metalle wie Gold oder Silber aus allen möglichen Materialien herzustellen. Aber auch in der Medizin wollten diese Magier und Alchemisten, die, so glaubten viele, mit dem Teufel im Bunde standen, neue Lebenselixiere herzustellen. So kam es immer wieder vor, dass spezifische chemische Reaktionen unter Zugabe von Hitze farbigen Rauch oder eine andere Farbe der Flammen entstehen ließen. Sind diese Versuche von den falschen Leuten gesehen worden, wurden diese Alchimisten verfolgt und als gefährlich eingeschätzt. Immer wieder kam es vor, dass solche Menschen als Hexer auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden, weil sie die schwarze Magie angewandt haben sollen. Erst ab dem 18. Jahrhundert wurde die Chemie anerkannt.

Bereiche der Chemie

Die Chemie wird in  verschiedenen Fachrichtungen unterteilt. So befasst sich die allgemeine Chemie mit Salzen und Basen, sowie mit chemischen Verbindungen und chemischen Reaktionen.
In der anorganischen Chemie werden Stoffe untersucht, die keinen organischen Ursprung haben. Zu diesen Substanzen zählen unter anderem Salze, Basen und Stoffe, die in ihrem Aufbau keine Anreicherungen an Kohlenstoff aufweisen.
In der Organischen Chemie weisen die Stoffe, die eine chemische Reaktion auslösen, einen biologischen Hintergrund auf. Die Biochemie verbindet sich so auch mit der Organischen Chemie. Zur Organischen Chemie gehören unter anderem viele Reinigungsmittel, Klebstoffe, Harze und Lacke.
Die Physikalische Chemie ist wiederum ein großes Teilgebiet, das ebenfalls viele Unterkategorien mit sich bringt. Die Physikalische Chemie bewegt sich sehr nahe an der Physik, die die Vorgänge bei chemischen Reaktionen in mathematischen Formeln festlegt und diese so auch messbar macht.
In der Biochemie werden Zusammensetzungen unterschiedlicher Substanzen und Stoffe aus den belebten Naturreichen erforscht, wie beispielsweise der Knochenaufbau verschiedener Lebewesen und der Aufbau der Biomoleküle in den Lebewesen.
In der Theoretischen Chemie werden wissenschaftliche Phänomene, die mathematisch nicht nachgewiesen werden können, dargestellt. Bei dieser Art der Chemie ist die Theorie immer anders, als die Praxis. Dabei werden häufig Computersimulationen eingesetzt.
Unter Präparativer Chemie versteht man die Zusammensetzung verschiedener Stoffe, die durch Druck oder Hitze eine Verbindung eingehen, wobei die einzelnen Stoffe nicht mehr zurückgewonnen werden können.
In der Analytischen Chemie wird untersucht, aus welchen Bestandteilen sich die verschiedenen Substanzen und Stoffe zusammensetzen. Die Technische Chemie ist ein weit gefächertes Thema, dass sich mit der Entstehung unterschiedlicher Stoffe befasst, die durch die Kräfte der Natur entstanden sind. Zu denen zählen unter anderem die Entstehung von Erdgas, Erdöl oder die Entstehung von Steinkohle oder Braunkohle.

Foto: Alexander Raths – Fotolia

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